Gerade noch „auf den letzten Drücker“ beteilige ich mich an der Blogparade „Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen“ von Kerstin Hoffmann – mit einem Beispiel aus meiner eigenen Praxis.

Dass man Vorträge, Schulungen, Netzwerkveranstaltungen etc.  nicht nur macht, um Geld zu verdienen, sondern auch, um sich selbst / sein Unternehmen / eine Marke / ein Produkt / ein Event bekannt zu machen, ist eine altbekannte Geschichte.

Dass man den Teilnehmern gute Unterlagen zur Verfügung stellt, in denen man sich selbst darstellt oder auf das Portfolio des Unternehmens hinweist, auch.

Präsentationen auf Filesharing Plattformen hochladen

Früher gab man seinen Zuhörern  Handzettel mit. Die dienten diesen als Nachlese und wurden ev. noch an 2-3 andere Leute weitergegeben, wenn sie sehr gut waren. Dann kamen CD Roms auf, mit denen die Besucher des Vortrags die Präsentation auf dem eigenen Rechner herunterladen konnten. Die wurden vielleicht auch an 2-3 Bekannte weitergegeben.

Seit es Plattformen wie Slideshare, Scribd oder Issuu gibt, kann man seine Präsentationen gut nutzen, um sich über das Web weiteren Kreisen bekannt zu machen und als Experte zum betreffenden Thema wahrgenommen zu werden.
Man lädt seine Präsentationen dort hoch, sie werden über die Plattformen selbst und über Google gefunden (über die entsprechenden Tags), können heruntergeladen und auch von anderen weiter verbreitet werden, indem diese sie in deren Blogs oder Webseiten einbetten – so man das erlaubt.

Ich nutze diese Plattformen seit einiger Zeit und habe gute Erfahrungen damit gemacht. Jede meiner dort eingestellten Präsentationen wurde einige hundert mal angesehen und heruntergeladen (auch noch Monate, nachdem ich diese dort eingestellt habe), in Summe komme ich damit auf etliche tausend Kontakte – ein Vielfaches der Kontakte, die man über gedruckte Handzettel oder CD Roms erzielen kann…
(Hier: Slideshare/karinjanner, scribd/kjanner, issuu/karinjanner)

Für Leser sind die dort hochgeladenen Präsentationen sehr komfortabel – man kann darin blättern, sich durchklicken (Links anklickbar), sie ausdrucken, herunterladen – das Ganze wahlweise in kleiner Ansicht oder Bildschirm füllend…

Beispiel:

Bei diesen Plattformen kann man Präsentationen und Dokumente hochladen.
Nun gibt es aber vielleicht noch andere Dinge, die die Teilnehmer interessieren und über die man sich auch gut nach außen darstellen kann:
Im Vortrag Fragen, die außerhalb der Folien beantwortet wurden, Literatur- und Linktipps, bei einem Netzwerktreffen Fotos oder Videos, eine Teilnehmerliste etc.

Eigene Landingpage pro Veranstaltung

Ich bin nun dazu übergegangen, pro Veranstaltung eine eigene Landingpage einzurichten.

Bei Vorträgen und Schulungen biete ich dort die Präsentation zum Durchklicken und zum Download an, führe wichtige Zwischenfragen an, gebe Literatur- und Liktipps und weise auf Veranstaltungen und Angebote hin (geht natürlich nur, wenn der Auftraggeber damit einverstanden ist…- und man kann auch einen passwortgeschützten Bereich nur für Workshopteilnehmer einrichten, das kann dann z.B. so aussehen).

Bei Netzwerktreffen stelle ich dort Fotos ein, die Teilnehmerliste (so die Teilnehmer das erlauben) und ggf. die Präsentationen eingeladener Referenten.

Da ich auch als Marketing/PR-Frau der stARTconference unterwegs bin,  ist es nicht nur mein Ziel, mich und meine Leistungen darzustellen, sondern auch die stARTconference (und andere unserer Angebote) bekannt zu machen und Teilnehmer dafür zu gewinnen, sprich: Tickets zu verkaufen.
Daher darf die Aufforderung zum Kauf und der Link zum Shop nicht fehlen – natürlich unaufdringlich und gekoppelt an einen Mehrwert = ein Rabattcode.  Für jede Veranstaltung habe ich ein Kontingent ermäßigter Tickets (-20%) für die Teilnehmer bereitgestellt.

Die Seiten kommen bei den Teilnehmern sehr gut an und haben gute Zugriffszahlen – sowohl von den Teilnehmern als auch von außen. Einmal auf der Seite gelandet, klicken sich diese auch durch unsere anderen Angebote.

Das funktioniert natürlich nur, weil ich dort wertvolle Informationen übersichtlich aufbereitet anbiete und damit einen echten Mehrwert für die Teilnehmer schaffe.

Wie das meiste im Web 2.0 – ohne Qualität und erkennbaren Nutzen geht nix! Und das ist auch gut so!

Und so gehe ich vor:

1. Seite anlegen (da ich mit WordPress arbeite ist das schnell geschehen).
Damit habe ich eine URL, die ich am Ende der Präsentation kommuniziere (…“und hier finden Sie die Unterlagen sowie Fragen aus dem Vortrag + Literaturtipps“…)

2. Präsentation bei Slideshare, Scribd oder Issuu hochladen.

3. Präsentation in die Seite einbinden: schon vor dem Vortrag, damit die Teilnehmer sich schon vor/während des Vortrags durchklicken können.

4. Handout erstellen, mit Hinweis auf die entsprechende Seite und URL.

5. Nach dem Vortrag oder der Veranstaltung: Seite vervollständigen (Fragen, Linktipps, Fotos etc.)

6. Damit die Seite auch innerhalb der Website gefunden wird, habe ich einen Bereich „Dokumentation“ eingerichtet – von dort wird jede dieser Seiten verlinkt.

Beispiele

Vortrag beim Landesverband der Museen zu Berlin (Juni 2010):

  • Handout mit Hinweis auf die Landing Page

Handout Vortrag Web2.0 Landesverband Museen Berlin

Netzwerktreffen „stARTtogether“, Juni 2010
Vorträge und Events als PR-Mittel: Filesharing-Plattformen und eigene Landingpage
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